Geschichte des NLP

1975

Richard Bandler (Mathematiker und Informatiker) und John Grinder (Linguist) beginnen, unter Anleitung von Gregory Bateson (Antropologe), die Verhaltensmuster erfolgreicher Kommunikatoren und Therapeuten zu untersuchen, um die effektiven Muster für menschliche Veränderung explizit zu machen. Daraus entwickeln sie in den folgenden Jahren den Prozess des Modellings. Die ersten drei Modelle sind Virginia Satir (Familientherapie), Fritz Perls (Gestalttherapie) und Milton H. Erickson (Hypnotherapie)

 

1976

Bandler und Grinder entwickeln aus der Analyse der Sprachstrukturen von Fritz Perls und Virginia Satir das Meta-Modell. Das Meta-Modell ist ein Sprachmodell, mit dem man effektiv Informationen über die Einschränkungen in den Gedankenmodellen des Kommunikationspartners sammeln und diese dann auch auflösen kann. Das Meta-Modell ist immer noch dei Grundlage effektiver Veränderungsarbeit im NLP, da man damit die entscheidenden Informationen über die Struktur des Problems sammeln kann.

1977

Bandler und Grinder entwickeln aus der Analyse der Arbeit von Milton Erickson das Milton-Modell. Das Milton-Modell ist ein Sprachmodell aus Trance induzierenden Sprachmustern. Damit ist es möglich, "kunstvoll vage" zu bleiben und den Klienten inhaltsfrei durch einen Veränderungsprozess zu führen. Das ermöglicht das effektive Arbeiten, für das das NLP bekannt ist. Etwa 80% aller Veränderungstechniken können inhaltsfrei durchgeführt werden. Das bedeutet, der Klient kann ganz bei sich bleiben und mit seinem inneren Erleben arbeiten, ohne zu erzählen, was der Inhalt ist. Der NLP-Trainer hält den Kontakt und kontrolliert den Fortschritt mit seiner Wahrnehmungsgenauigkeit über minimale physiologische Veränderungen (=Hautfarbe, Muskelspannung, Atmung...).

1980

Etwa um 1980 wird von Richard Bandler, John Grinder und Robert Dilts, das Konzept der Strategien veröffentlicht, das unter anderem auch auf der Arbeit von Galanter, Bribram und Miller (T.O.T.E. Modell) basiert. Mit diesem Modell wurde erstmals die Struktur unserer Denkprozesse entschlüsselt und für die Veränderungsarbeit nutzbar gemacht.

1982

Bandler und Grinder entwickeln das Konzept des Refraimings. Damit ist es möglich, mit unbewußten Anteilen Kontakt aufzunehmen, die die Ursache für unerwünschtes Verhalten oder Krankheitssymptome sind. Damit sind jetzt Veränderungen möglich, die bisher nur in Hypnose zugänglich waren.

1984

Richard Bandler entwickelt das Konzept der Submodalitäten und damit eine der effektivsten und beeindruckendsten Techniken des NLP. Die Submodalitäten stellen quasi die Programmiersprache des Gehirns dar.

1988

Tad James entwickelt die TimeLineTherapy™. Eine fast eigenständige Methode innerhalb des NLP, die sich besonders zur schonenden Heilung von traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit eignet.

1990

Robert Dilts entwickelt das Reimprinting und Prozesse zur Veränderung von einschränkenden Glaubenssätzen und Problemen, die aus den Beziehungsstrukturen unserer Kindheit entstanden sind. Es fließen immer mehr Konzepte der Systemtheorie ins NLP ein.

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