NLP und die BioLogik der Gesundheit
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Mag. Markus Schnitzer |
Leider hatte Markus Schnitzer einen Skiunfall, darum ist dieser Workshop leider entfallen.
Er sandte uns folgende Grußbotschaft:
Wie versprochen sende ich Ihnen ein paar Zeilen für die, so hoffe ich, zahlreichen Gäste des NLP Openings. Zuerst möchte ich mich nochmals für die Einladung bedanken, bei Georg Schweibinz für die Empfehlung und vorallem bei den anderen Referenten für Ihre Flexibilität, die ja nun die Ehre haben, noch mehr Zuhörer in Ihren Workshops begrüßen zu dürfen.
Sehr geehrte Damen und Herrn
Konfutius fragte ein Schüler: Meister, was ist der Tod ? "Wie soll ich Dir das sagen ?" erwiederte der Weise. "Ich weiß ja nicht einmal, was das Leben ist ." Mit der Gesundheit verhält es sich ähnlich. Gesundheit ist das höchste Gut der ÖsterreicherInnen und Östereicher, was in jährlichen Befragungen zum Ausdruck kommt. Aus dem höchsten Gut und dem tatsächlichen Verhalten ergibt sich schon das erste Paradoxon. 1998 waren 52% der ÖsterreicherInnen der Meinung, für Ihre Gesundheit sei die Sozialversicherung zuständig, 26 % hielten Ihren Arzt für verantwortlich und der Rest pendelte zwischen dem lieben Gott und der Meinung, wirklich selbst dafür verantwortlich zu sein.
Ich lade Sie ein zu einem kleinen Gedankenexperiment, die Welt der Prävention und Gesundheitsvorsorge etwas zu erhellen und Bewußtseinserweiterung in eigener Sache zu betreiben.
Wenn Sie einen kurzen Moment in sich gehen und sich für sich selbst die Frage beantworten - "Was macht mich krank.......?" dann werden Sie, früher oder später...... in der Lage sein, eine Vielzahl von Begriffen wie Stress, Lärm, Viren etc. zu finden und auch "eindeutige" Symptome wie Kopfweh, Herzrasen und Bluthochdruck etc. benenne zu können. Die Mehrzahl des Wortes Krankheit, nämlich Krankheiten, ist der Oberbegriff von tausenden Beschreibungen für Zustände, die von diversen Normen abweichen.
Nun bitte ich Sie, nennen Sie Ihrem Nachbar die Mehrzahl des Wortes Gesundheit.....
Achten sie genau auf die Antwort. Sie denken sich - gibts nicht ? Tatsächlich, in den Landkarten der auf Rene Decartes westlich - medizinischen Weltbildes aufgebauten Denkstrukturen fehlen uns die Worte, .... und die Grenzen unserer Sprache sind bekanntlich die Grenzen unserer Welt....
Im Sanskrit oder der tibetischen Sprache gibt es mehr als 30 Begriffe für unterschiedliche Bewußtseinszustände, die wir im NLP unter dem Überbegriff - Trance - kennen.
Sollte uns das zu denken geben ?
Die BioLogik der Gesundheit ist ein Versuch, unsere innere Landkarte zum Thema Gesundheit zu erweitern und dabei spielt NLP als "Wissenschaft des subjektiven Erlebens" eine entscheidende Rolle. Der amerikanische Nobelpreisträger und Neurobiologe Eric Kandel sagte in einem Interview: "Wenn sie die Möglichkeit hätten, jedes Jahr vor Silvester mit einem Elektronenmikroskop durch Ihr Gehirn zu reisen, würden sie mit erstauen feststellen, das sich Ihre innere Welt - rein organisch, im letzten Jahr unter umständen dramatisch verändert hat." Die Veränderung entsteht einerseits durch die Informationen, die wir über unsere Sinneskanäle aufnehmen, und zum stärkern Teil durch unsere Bewertungen dessen, was wir erfahren.
Unsere Grundannahmen darüber, was uns gesund und krank macht, sind demnach entscheidend dafür, wohin die Reise geht.
Die Reise in Bezug auf meinen Vortrag ist im Moment an diesem Punkt zu Ende, doch sie geht weiter ... vielleicht mit Ihnen im nächsten Jahr.
Einstweilen habe ich die Gelegenheit, durch meinen momentanen Zustand die BioLogik de Gesundheit noch etwas zu vertiefen, jedoch möchte ich Ihnen in der Zwischenzeit eines mit auf den weg geben, das Aaron Antonovsky, der Begründer der Salutogenese - der Lehre der Gesundheit, mit einer schönen Geschichte umschreibt.
Er vergleicht die Gefahren des Lebens mit einem reißenden Fluß. Ärzte, die Pharmaindustrie und alle am Krankheits - Gesundheitswesen beteiligten sind hoch professionell darin, Menschen, die am Rande dieses Flusses dahin gehen, darin zu begleiten, dass sie nicht in den Fluß fallen. Antonovskys Idee zu einem erfolgreichen, selbstbestimmten Gesundheitsverständnis liegt jedoch ein anderer Schwerpunkt zugrunde. Wir sollten uns mehr darauf konzentrieren, aus uns Menschen bessere Schwimmer zu machen, um den natürlichen Fluß des Lebens aufzunehmen und daran zu wachsen. In meiner täglichen Arbeit erfahre ich, dass die Grundannahmen und Prozesse des NLP´s dazu in hohem Maße beitragen.
Dabei sollten wir uns bewußt machen, dass unser medizinischer Standard der Zukunft nicht nur von den Eigenschaften und Ansichten unserer Ärzteschaft abhängt, sondern zu einem großen Teil von den Erwartungen, die wir an sie richten.
Ich bin überzeugt davon, dass dieser Tag für Sie als zusätzliche Schwimmstunden von Nutzen sein kann und wünsche Ihnen viel Spaß und Freude dabei.
mit herzlichen Grüßen
Markus Schnitzer
Mag. Markus Schnitzer ist Geschäftsführer des Instituts für Gesundheitsmanagement (IGM) in Innsbruck. Nach seinem Studium der Wirtschaftspädagogik sowie Sportwissenschaften und Sportmanagement in Innsbruck und an der Deutschen Sporthochschule Köln, absolvierte er eine Ausbildung zum systemischen Coach. Seit 1997 ist Mag. Schnitzer freiberuflicher Coach und Trainer. Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehört das Coaching von Spitzensportlern (u.a. Betreuung der Olympiasiegerin Kate Allen 2002 -2004) und Führungskräften sowie die Entwicklung und Umsetzung von Programmen für betriebliches Gesundheitsmanagement.
Sportlicher Hintergrund:
Absolvent des Schigymnasiums Stams, mehrfacher Staatsmeister Schilanglauf (1991) und Triathlon (1997), Mitglied der Österreichischen Triathlon-Nationalmannschaft 1996 - 2000.


